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Die ev.-luth. Kirche in 
Klein Schneen

 

Die Kirche Klein Schneens ist das älteste Gebäude des Dorfes. Sie besteht aus mehreren Bauabschnitten unterschiedlichen Alters.

Ihr ältester Teil ist der untere Bereich des Turmes, der einer Inschrift an der Nordseite zufolge im Jahr 1430 gebaut wurde. Dieser mittelalterlichen, wie Kreuzgewölbestücke bezeugen, gotischen Kirche ging wahrscheinlich an gleicher Stelle eine Holzkirche voraus, da es bereits, urkundlich belegt, 1265 in Klein Schneen eine Pfarrstelle gab.

Die äußere Gestalt der heutigen Kirche wird, abgesehen von weniger augenscheinlichen Reparaturen, hauptsächlich von fünf verschiedenzeitlichen Bauabschnitten geprägt:

  • 1430: Unterer Turmbereich der Ostseite als Überrest der mittelalterlichen Vorgängerkirche
  • vor dem 30-jährigen Krieg (Datum unbekannt) Bau des Kirchenschiffes
  • 1742 und Folgejahre: Turmabbau und Wiederaufbau, diverse Reparaturen
  • 1780: Kirchenhauptreparatur, Einbau von 4 großen Fenstern und einer Tür, Reparatur einer Mauer
  • 1805: Errichtung des heutigen Turmaufbaus als Dachreiter mit Laternenaufbau.

Die mittelalterliche Kirche war zwar 1626 geplündert worden, hatte aber den 30-jährigen Krieg als Gebäude überstanden.

Die von Pastor Rodemann 1706 als marode bezeichneten Teile wurden 1742 und in den Folgejahren erneuert, d. h. der damals sicherlich einfachere Turm einschließlich der noch mit Schindeln gedeckten Turmspitze, der Altar, die Kanzel, eine Kirchentür und drei Kirchenfenster.

1779/80 wurden vier große neue Fenster in die Mauern eingefügt, die Emporen höher gelegt und erweitert und ein Dielenboden verlegt.

Fenster an der Ostseite -
hinter der Altarwand

Der Turm wurde bereits im Jahre 1805 unter der Leitung von Zimmermann J.A.W. Saltzmann aus Obernjesa völlig neu gebaut.

Die letzte umfassende Renovierung erfolgte in den Jahren 1987/88. Sie kos-tete insgesamt 624.845,00 DM. Dabei wurden u.a. eine Regenwasser-Grundleitung und neue Fundamente unter den Emporenstützen gebaut, der Außenputz entfernt und im Turm Tuffsteinmauerwerk durch hartes Bruchsteinmaterial ersetzt.
Die Innenrenovierung umfasste u. a. Isolier- u. Putzarbeiten, die Erneuerung der Fußböden, der Heizung und des Gestühls sowie die Reparatur und den Umbau der Emporenbänke.

 

Der Taufstein

Die Kirche hat einen bemerkenswerten Taufstein aus der Renaissancezeit von von vor 1630.
Er trägt als Inschrift die Namen der Stifter Friedrich von Reden und seiner Frau Sophie, geb. von Weihe.
 

   

Der Taufstein dekoriert für eine Taufe

 

Dekoration anl. einer Trauung

 

Das Kruzifix und der Altar

Das hölzerne Kruzifix über dem Alter stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrunderts.

   

Altar mit Abendmahlsgeschirr

 

Kruzifix

  

Die Glocken

Die Kirche in Klein Schneen hat heute zwei Glocken. Davon eine alte Stahlglocke und eine neue Bronzeglocke.

Die Stahlglocke mit dem Ton 'Fis' wurde am 18.12.1927 (Gewicht 859 kg) bei der Firma Vereinigte Stahlwerke AG Bochumer Verein in Bochum zum Preis von 1370 RM bestellt. Die Glocke wurde Anfang Mai 1928 geliefert und Pfingsten 1928 geweiht. 
Sie trägt die Inschrift: "In schwerer Zeit ein Hoffnungsgeläut"

      

Die Stahlglocke aus dem
Jahr 1928

 

Die beiden Glocken im Turm

 

Die Bronzeglocke aus dem Jahr 1999

In der Kirchenvorstandssitzung am 10.02.1999 schlug der damalige Pastor Andreas Ocken vor, dass doch wieder eine zweite Glocke angeschafft werden sollte. Im Verlauf des Jahres 1999 wurde bei verschiedenen Anlässen für das Projekt gesammelt. Anfang des Jahres 2000 war die Finanzierung des Glockengusses bereits gesichert.

Am 27.06.2000 beschloss der Kirchenvorstand den Glockenguss und erteilte der Firma Rincker aus Sinn (Hessen) den Auftrag eine neue Glocke zu gießen.
Am 10.11.2000 um 11 Uhr wurde die Glocke gegossen und eine Spedition brachte die Glocke am 21.12.2000 nach Klein Schneen. Am 06.06.2001 konnte die Glocke dann installiert werden. Die Kosten betrugen insgesamt 12.000,00 DM.

Die offizielle Einweihung der Glocke erfolgte im Kirmesgottesdienst am 22.06.2001.
Die Aufschrift auf der Glocke mit dem Ton 'h' lautet: 
"Herr, ich habe lieb, die Stätte Deines Hauses und den Ort, wo deine Ehre wohnt" (Psalm 26, Vers 8).

 

Die Furtwängler & Hammer-Orgel

Die Orgel der Firma Furtwängler & Hammer mit zwei Manualen und jeweils vier Registern und einem selbständigen Pedal mit zwei Registern sowie zwei Transmissionen wurde im Oktober 1929 eingeweiht.
Das Orgelprospekt stammt noch von der Vorgängerorgel aus dem Jahr 1853 und hat leider keine klangliche Funktion mehr.

Die Furtwängler & Hammer-Orgel in Klein Schneen

Unsere Orgel zählt zu einer der letzten Instrumente, die mit dem System der rein pneumatischen Taschenlade von der Firma Furtwängler & Hammver gefertigt wurden. Die instrumentalhistorische Einstufung dieses Orgelwerkes gilt als sehr interessant, da es deutliche Charakterzüge zweier - eigentlich gegensätzlich erscheinender - Epochen in sich vereint (Fa. Orgelbau-Krawinkel 2009).

Spieltisch mit zwei Manualen und Pedal

Das Instrument ist fast vollständig im Originalzustand erhalten. Allerdings ist die "Königin" etwas in die Jahre gekommen und muss dringend renoviert werden. Viele Töne lassen sich zurzeit nur schwer oder gar nicht mehr spielen.

   

Pfeifenwerk

 

Pneumatik

Zurzeit sammeln wir Spenden für die Renovierung und hoffen, dass wir dieses Projekt im Jahr 2013 umsetzen können.

Wenn Sie uns bei diesem Projekt unterstützen möchten, dann freuen wir uns über eine Spende!
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